Eine Karte erinnert dich an Selbstvertrauen, eine zweite an Pausen, eine dritte an Dankbarkeit. Nun fragst du dich, ob diese Sätze sich gegenseitig stören oder ob du besser nur einen verwenden solltest.
Du brauchst daraus keine komplizierte Regel zu machen. Es gibt für deine persönliche Auswahl keine vorgeschriebene magische Anzahl. Hilfreicher ist die Frage: Welche Worte möchtest du in welcher Situation überhaupt wiederfinden?
Eine Sammlung ist noch keine tägliche Aufgabe
Du kannst viele Sätze aufbewahren, ohne sie jeden Morgen alle zu lesen. Eine Sammlung ist wie ein Regal: Nicht jedes Buch muss gleichzeitig aufgeschlagen sein.
Wähle für den Einstieg einen Satz zu einem aktuellen Anliegen. Die übrigen dürfen in der Schublade bleiben. Wenn dich gerade ein schwieriges Gespräch beschäftigt, ist ein klarer Begleitsatz vielleicht näher als eine Liste zu allen Lebensbereichen.
Mehrere Sätze können verschiedene Plätze haben
Vielleicht möchtest du morgens lesen: „Ich darf klein beginnen.“ Vor einem Termin passt: „Ich darf meine Frage stellen.“ Am Abend steht auf deiner Karte: „Für heute darf etwas offenbleiben.“
Die Sätze übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Du musst sie weder direkt hintereinander sprechen noch mit einer bestimmten Wiederholungszahl verbinden. Ein sichtbarer Ort oder ein vertrauter Moment kann genügen, um dich an die jeweilige Absicht zu erinnern.
Passen die Sätze auch miteinander zusammen?
Manchmal entsteht Druck durch widersprüchliche Ansprüche. „Ich gebe immer alles“ und „Ich respektiere meine Grenzen“ können sich für dich in die Quere kommen. Frage, was du mit dem ersten Satz eigentlich meinst.
Vielleicht wird daraus: „Ich kümmere mich um das, was heute möglich ist.“ Nun bleibt Raum für Einsatz und Grenzen. Du musst keine perfekte Sammlung herstellen. Hör nur hin, wenn ein Satz dich gegen den anderen antreibt.
Sortiere deine Karten in drei kleine Gruppen
Lege deine bisherigen Sätze vor dich. Wähle: „Passt gerade“, „Vielleicht später“ und „Passt nicht zu mir“. In der ersten Gruppe dürfen nur wenige bleiben, damit deine Auswahl überschaubar ist.
Nimm einen davon für einen konkreten Moment. Probiere einige Tage aus, ob du ihn überhaupt nutzen möchtest. Das ist keine Wirkungsfrist, sondern eine Gelegenheit, deinen Alltag kennenzulernen.
Falls du ständig neue Sätze hinzufügst, halte kurz inne. Brauchst du neue Worte oder wäre der nächste praktische Schritt hilfreicher? Bei Welche Affirmation passt zu meinem Ziel? kannst du deine Auswahl an einem Anliegen ausrichten.
Dein Impuls zum Mitnehmen
Welche Affirmation passt heute zu einer konkreten Situation? Lass die übrigen für diesen Moment liegen.
„Ich darf wenige Worte auswählen und die anderen für später aufbewahren.“
